Die richtige Autopflege Schutz von Wettertrieb

Wie häufig ist die Autopflege notwendig?

Wie oft die gründliche Autopflege erforderlich ist, hängt in erster Linie von der Fahrleistung ab. Während Vielfahrer um den wöchentlichen Besuch in der Autowaschanlage fast nicht herumkommen, reicht bei „Otto Normalfahrer“ die Autowäsche im monatlichen oder zweimonatigen Turnus durchaus aus. Vor allem, wenn es sich um ein sogenanntes Garagenauto handelt, das größtenteils in einem geschützten Unterstand geparkt ist. Im Herbst und im Frühling, wenn jeweils die Umrüstung auf den Sommer- und Winterbetrieb erfolgt, sollte der Autohalter aber in jedem Fall für eine gründliche Reinigung sorgen. Dabei sollten auch die Sitze und Scheiben gründlich gereinigt werden, weil sich dann der Aufwand während des gesamten Jahres in einem überschaubaren Rahmen bewegt.

Tipps zur Autopflege

Ein gut gepflegtes Auto ist nicht nur eine Frage der Eitelkeit des Besitzers. Denn wer sein Auto gründlich und regelmäßig pflegt, macht nicht nur einen guten Eindruck, sondern trägt auch maßgeblich zum Werterhalt und zu einer langen Lebensdauer des Fahrzeugs bei. Das gilt in erster Linie für das Äußere des Wagens. Denn Vogelkot, Harz von Bäumen und vor allem Streusalz setzen dem Auto zu und können den Wert des Fahrzeugs beträchtlich mindern.

Wenn das Auto nur geleast ist

Besonders gründlich sollte die Autopflege ausfallen, wenn es sich um ein Leasingfahrzeug handelt, das in absehbarer Zeit an den Händler zurückgegeben werden muss. Der Grund: Ein ungepflegtes Auto kostet den Halter in diesem Fall bares Geld, weil die Werkstatt das Fahrzeug mit erheblichem Aufwand wieder in einen Zustand versetzen muss, der nahezu dem eines Neuwagens entspricht. In diesem Fall wird der Leasingpartner also auch für Kratzer oder kleine Beulen zur Kasse gebeten. Diese Reparaturen können mit etwas Geschick und dem passenden Werkzeug selbst relativ einfach bewerkstelligt werden.

Die Außenreinigung

Grundsätzlich sollte das Auto zunächst von außen gereinigt werden, bevor der Besitzer mit der Innenreinigung beginnt. Dadurch lässt sich vermeiden, dass beim Öffnen der Türen erneut Schmutz eindringt. Vor dem Besuch in der Waschanlage scheuen sich so manche Autohalter, weil sie befürchten, dass die Bürsten den Lack zerkratzen könnten. Diese Befürchtung ist allerdings meist unbegründet. Zudem ist es nicht überall erlaubt, das Fahrzeug von Hand zu waschen. Weil eine bundesweit einheitliche Regelung fehlt, sollten Autohalter sicherheitshalber in ihrer Kommune nachfragen, ob dies erlaubt ist.

Autowäsche per Hand: Das ist zu beachten

Selbst wenn die Autowäsche von Hand grundsätzlich erlaubt ist, darf die Autopflege nicht auf einer unbefestigten Fläche, also nicht auf einer Rasenfläche oder einem Kiesboden, erfolgen. Hier ist nämlich das Risiko zu groß, dass mit dem Wasser schädliche Stoffe ins Grundwasser gelangen könnten. Die Autowäsche sollte also besser auf einem asphaltierten oder steinernen Untergrund erfolgen. Zudem sollte der Fahrzeughalter einen Ort wählen, an dem gewährleistet ist, dass Reinigungsmittel und Wasser in die Kanalisation abfließen können, wo eine fachgerechte Aufbereitung erfolgt.

Darum ist die Vorreinigung wichtig

Wer sein Auto hingegen lieber in der Waschanlage reinigen lässt, sollte es auf jeden Fall vorreinigen. Das gilt insbesondere für die erste große „Wäsche“ nach dem Winter. Denn sowohl Salzreste als auch Schmutz setzen sich gern an schwer zugänglichen Stellen – dazu gehören Radkästen und der Unterboden – fest und werden in der Waschanlage womöglich nicht komplett entfernt. Dieser Schmutz wird am besten mit einem Hochdruckreiniger entfernt, der an vielen Tankstellen und an jeder Waschanlage zur Verfügung steht. Bei der Reinigung muss der Autobesitzer aber darauf achten, dass der harte Strahl des Hochdruckreinigers nicht direkt auf die Reifen trifft. Diese können unter Umständen dadurch beschädigt werden.

Die richtige Waschanlage finden

Die weit verbreitete Meinung, dass die Bürsten in der Waschanlage den Lack zerkratzen könnten, ist unberechtigt.

Zwar können Kratzer entstehen, dabei handelt es sich aber lediglich um sehr oberflächliche Lackschäden, die sich ganz einfach mit einer Autopolitur beheben lassen. Derartige Kratzer lassen sich allerdings ohnehin nicht ausschließen, sobald ein Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt wird. Im Zweifelsfall – etwa wenn es sich um einen Neuwagen oder um ein Leasingfahrzeug handelt – sollte sich der Autofahrer für eine Waschanlage entscheiden, die mit Bürsten aus Textil oder Schaumstoff arbeitet. Diese gelten als schonender für den Lack als konventionelle Bürsten. Für welches Waschprogramm sich der Autofahrer entscheiden sollte, hängt vom Grad der Verschmutzung ab. Üblicherweise und bei regelmäßiger Autopflege reicht ein Kombiprogramm mit zweimal waschen und zweimal trocknen, in dem auch die Radwäsche enthalten ist. Sofern eine gründliche Vorreinigung erfolgt ist, kann sich der Autofahrer das Programm mit Unterbodenwäsche sparen. Dies ist lediglich im Winter notwendig. Grundsätzlich gilt: Lieber öfter einmal in die Waschanlage fahren und ein billiges Programm wählen als das Auto seltener mit einem teuren Programm pflegen. Auch auf die anschließende Nanoversiegelung kann getrost verzichtet werden, da die Autopolitur von Hand wesentlich langlebiger ist.

Die Pflege des Innenraums

Sofern das Auto keine Ledersitze hat, braucht der Besitzer im Grunde nur einen Staubsauger, einen Eimer mit warmem Wasser, ein Reinigungsmittel, ein Microfasertuch sowie einen weichen Putzlappen. Nachdem der Innenraum gründlich gesaugt wurde, beginnt die Reinigung mit Lappen und Wasser. Allerdings muss der Besitzer des Autos darauf achten, dass der Lappen lediglich feucht und nicht triefend nass ist. Denn zu viel Feuchtigkeit nimmt nicht nur die Elektronik in den Armaturen, sondern auch der Bezug der Sitze übel. Der Fahrzeughimmel hingegen sollte – wenn überhaupt – nur mit einem speziellen Reinigungsmittel, keinesfalls aber mit Wasser gereinigt werden. Denn sowohl die Verklebung als auch der Unterbau können bei zu viel Feuchtigkeit Schaden nehmen. Im Extremfall kann es sogar zur Schimmelbildung kommen. Besser ist es allerdings, den Fahrzeughimmel vom Fachmann reinigen zu lassen, um einen möglichen Schaden zu vermeiden. Auch zahlreiche Hausmittel können für die Reinigung des Innenraums genutzt werden. Kleine Flecken beispielsweise lassen sich ganz einfach mit Shampoo entfernen. Dazu muss lediglich etwas Flüssigkeit aufgetragen und aufgeschäumt und die schmutzige Stelle anschließend abgerieben werden. Sobald die Feuchtigkeit getrocknet ist, ist auch der Fleck üblicherweise verschwunden. Unangenehme Gerüche, etwa weil im Auto einmal geraucht wurde, lassen sich mit einem kleinen Schälchen Kaffee, das im Innenraum abgestellt wird, relativ einfach beseitigen.

So werden Ledersitze richtig gereinigt

Viele Autofahrer schätzen den edlen Look, den Ledersitze dem Fahrzeug bescheren. Allerdings handelt es sich bei Leder um ein sehr sensibles Produkt, das sorgfältig gepflegt sein will. Hierfür reichen Geschirrspülmittel, ein Frotteetuch und ein spezielles Pflegemittel wie Ledermilch.  Ist das Leder der Sitze nicht allzu stark verschmutzt, reicht es meist völlig aus, wenn der Besitzer mit einem feuchten Frotteetuch über das Leder wischt, wobei er nur leichten Druck ausübt. Bei stärkeren Verschmutzungen reicht etwas Geschirrspülmittel im Wasser völlig aus. Gegebenenfalls muss dieser Vorgang nach dem Trocknen mehrfach wiederholt werden, damit der Fleck auch wirklich verschwindet. Keinesfalls darf der Besitzer an einer Stelle kräftig reiben. Hier ist nämlich die Gefahr zu groß, dass Lederfarbe abgerieben wird. Sobald die Sitze gereinigt und getrocknet sind, wird die Ledermilch gemäß Anleitung einfach mit einem Schwamm oder einem Frotteelappen auf das Leder aufgetragen. Durch dieses Pflegeprodukt behält das Leder seine Geschmeidigkeit und die Farbe bleibt bestmöglich erhalten.

So werden die Scheiben gereinigt

Die Reinigung der Scheiben ist vor allem beim großen Frühjahrsputz wichtig. Denn während der Wintermonate hat sich – bedingt durch den Einsatz von Gebläse und Heizung – ein trüber Belag auf den Innenseiten der Fenster gebildet. Dieser lässt sich jedoch mit einem Glasreiniger schnell und einfach beseitigen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Spiegel und die Scheinwerfer geputzt werden. Auch hierfür eignet sich Glasreiniger bestens.

Wenn der Lack beschädigt ist

Bei der gründlichen Autopflege bleibt es oft nicht aus, dass der eine oder andere kleine Schaden am Lack entdeckt wird. Während sich oberflächliche Kratzer mit einer guten Autopolitur einfach wegpolieren lassen, ist der Aufwand bei tiefer gehenden Kratzern und Beulen erheblich größer. In diesem Fall muss die Stelle zunächst mit Schleifpapier aufgeschliffen werden. Anschließend wird eine Grundierung aufgetragen, auf die schließlich Lack und Klarlack folgen. Den farblich passenden Lack zu finden, ist das kleinere Problem. Hierfür muss der Besitzer lediglich den Servicecode aus dem Serviceheft heraussuchen und bestellen. Schwierig wird dies nur, wenn es sich um Sonderfarben handelt, denn alle gängigen Farben werden als fertige Pigmentmischungen angeboten. Auch das Ausbeulen ist – zumindest theoretisch – relativ einfach. Denn die Beule lässt sich mit einem geringen Gegendruck beseitigen. Allerdings ist es oft notwendig, einzelne Bauteile zu entfernen, um überhaupt Zugang zur betreffenden Stelle zu bekommen. Weil es meist an dem passenden Werkzeug und ausreichendem Platz fehlt, sollte diese Arbeiten ebenso wie die Beseitigung von tieferen Kratzern besser von einem Fachmann übernommen werden.

So klappt der Reifenwechsel

Reifenwechsel und Reifenmontage gehören zu den Tätigkeiten bei der Autopflege, die nahezu jeder Autobesitzer selbst erledigen kann. Viele lassen dies aus einem simplen Grund aber lieber vom Profi erledigen: Ihnen fehlt der ausreichende und vor allem geeignete Platz, um die Reifen fachgerecht zu lagern. So müssen Reifen auf Felgen entweder einzeln an speziellen Wandhaken aufgehängt oder übereinander liegend an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort gelagert werden. Reifen ohne Felgen hingegen müssen senkrecht stehend gelagert werden, wobei sie regelmäßig um etwa ein Viertel des Radumfangs gedreht werden müssen. Für das eigentliche Wechseln der Reifen benötigt der Besitzer lediglich einen Wagenheber, ein Radkreuz oder einen passenden Schraubenschlüssel. Wo der Wagenheber angesetzt werden muss und die einzelnen Schritte des Reifenwechsels werden in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs erläutert. Wichtig: Vor dem Abmontieren muss die Laufrichtung markiert werden, was die Montage in der nächsten Saison erleichtert.