Marderschutz

Marder sind eigentlich recht possierliche Tierchen. Die kleine, pelzige Art taugt aber nicht zum Sympathieträger. Denn mit seinen scharfen Krallen und den spitzen Zähnen ruft das Raubtier trotz seiner geringen Größe alljährlich Millionenschäden hervor. Es nistet sich gerne in der menschlichen Gesellschaft ein, nutzt Garagen und Häuser als Unterschlupf. Hier nagt es alles an, was sich ihm in den Weg stellt. Vom Wärmeschutz des Gebäudes bis hin zu den wichtigen Kabeln des Autos ist so gut wie nichts vor ihm sicher. Grund genug, sich der Abwehr des Besuchers zu widmen.

Ein ungebetener Gast stellt sich ein
Vielfach wird der Marder in der Nacht wahrgenommen. Dann also, wenn es eigentlich ruhig sein sollte. Doch irgendwo kratzt und beißt etwas, leise und tapsende Schritte sind wahrnehmbar, schmatzende Geräusche können auftreten. Häufig wird bei derartigen Erscheinungen zunächst von Mäusen oder Ratten ausgegangen, doch dürfte die Vermutung in den meisten Fällen falsch sein. Beide genannten Arten wären zu klein und zu leicht, um sich über mehrere Meter hinweg bemerkbar zu machen. Ein weiteres Anzeichen lässt sich zudem nutzen: Werden rund um das Haus Auffälligkeiten bemerkt, wurde die Mülltonne nach Essbarem durchwühlt, sind die Kabel des Autos angeknabbert oder befinden sich an den Scheiben sichtbare Spuren kleiner Pfoten, so deutet vieles auf den Marder hin. Er ist für Menschen an sich zwar ungefährlich, kann durch sein starkes Gebiss aber erhebliche Sachschäden hervorrufen.

Das Beißen als Reflex
Übrigens sind Marder nicht von Natur aus dazu veranlagt, alles in ihrer Umgebung anzunagen oder es regelrecht zu zerstören. Vielfach wird das Raubtier von den Hausbewohnern auch über Wochen oder sogar Monate hinweg gar nicht wahrgenommen – es verhält sich sehr ruhig, jagt bevorzugt nachts, meidet die Konfrontation mit Menschen sowie größeren Tieren und nistet sich irgendwo in einer warmen Ecke des Dachbodens, des Kellers oder der Garage ein. Etwas anderes gilt jedoch, wenn sich der Nager in seinem Territorium bedroht fühlt. Die Gründe dafür fallen vielschichtig aus. Vielleicht sind die Anwohner ihm auf die Schliche gekommen, eventuell versucht aber lediglich ein Artgenosse, ihm das Revier streitig zu machen. In solchen Situationen kann der Marder nahezu blindwütig alles anbeißen, was sich vor seinen Augen und vor seiner Nase befindet. Nichts wird verschont, die eigentlich kühl-berechnende Ratio des Tieres weicht einer gnadenlosen Emotion.

Die Wut richtet sich auf das Auto
Sicherlich würden sich viele Betroffene durch das Tier nicht weiter stören lassen – wäre nicht das Risiko zu befürchten, der unliebsame Gast könnte Kabel, Schläuche und andere wichtige Bestandteile des Fahrzeugs demolieren. Doch warum gelten die Autos eigentlich als bevorzugtes Angriffsobjekt des Marders? Der Grund dafür liegt in der Wärme des Motorraums, die gerade im Winter einen wichtigen Rückzugsort im Überlebenskampf vieler Nager darstellt. Im Gegensatz zum Haus kann der Zugang zu den meisten Garagen für kleinere Arten relativ leicht hergestellt werden, das Liegen auf der Motorhaube oder das Einnisten im Motorraum wird also gerne genutzt. Pendelt der Wagen, so könnten übrigens Gerüche anderer Tiere daran haften, die vom hiesigen Marder wiederum wahrgenommen werden. Auch dadurch fühlt sich der sensible Genosse in seinem Umfeld bedroht und setzt zu Beißattacken an – ist kein Gegner vor Ort, wird eben das nächstbeste Kabel als Feind betrachtet.

Der Bissschaden als Wirtschaftsfaktor
Wozu der Marder fähig ist, lässt sich meist erst in der Gesamtbetrachtung erkennen. Dann also, wenn vom Einzelfall auf ähnliche Vorkommnisse in ganz Deutschland geblickt wird. Rund 250.000 Bissschäden werden pro Jahr registriert – wie hoch die Dunkelziffer ausfällt, lässt sich lediglich vermuten. Klar ist aber, dass alleine die der Versicherung gemeldeten Defekte ein wirtschaftliches Volumen im Bereich mehrerer Millionen Euro umfassen. Zwar wird eine schnelle und unkomplizierte Regulierung häufig zugesichert, doch verlangen einige Anbieter, dass in jedem Haus und an jedem Auto bestimmte Vorkehrungen zum Schutz gegen den Marder angebracht werden. Auch aus Sicht der Betroffenen stellt sich diese Möglichkeit als sinnvoll ein, lassen sich mit wenigen Handgriffen doch zahlreiche Unannehmlichkeiten und Gefahren beseitigen. Dem Wohle aller Beteiligten ist also gedient.

Die Jagd ist verboten
Wie aber darf den kleinen Räubern eigentlich genau nachgestellt werden? Grundsätzlich gilt: Das Vertreiben des Marders ist erlaubt – seine Jagd hingegen ist für die meisten Bürger nicht möglich. Lässt sich der ungebetene Gast nicht verscheuchen, so sollte auf keinen Fall versucht werden, Giftköder aufzustellen oder das Tier anderweitig zu töten. Hier greift der Artenschutz, wonach der Marder bestenfalls gefangen und in der Wildnis ausgesetzt werden dürfte. Auch diese Maßnahme darf in einigen Landkreisen aber ausnahmslos durch Personen erfüllt werden, die einen Jagdschein besitzen. Da sich der örtlich zuständige Jäger sowie der Förster jedoch um derart geringe Aufgaben nur selten bemühen, sollte der Kammerjäger gerufen werden. Er findet die Nester, fahndet nach Nahrungsquellen und häufig begangenen Wegen – und kann auf dieser Basis den Säuger einfangen, um ihn im Wald oder auf dem Feld in die Freiheit zu entlassen.

Kenntnis als Basis des Erfolges
Nicht alleine der Kammerjäger muss aber genau wissen, wie und vor allem wo der Marder lebt. Hausbewohner sollten sich daher über einige Tage hinweg auf die Suche begeben und die Verhaltensweisen sowie die neuralgischen Punkte des Aufenthalts sowie der Passwege zu finden. Von diesen weicht der Nager nämlich nur selten einmal ab, da ihm jede größere Umstellung missfällt. Betroffene Personen können das auf diese Weise erlangte Wissen nunmehr nutzen, um Abwehrmaßnahmen, Hindernisse oder sogar Fallen – die von Bundesland zu Bundesland hinsichtlich der Zulassung unterschiedlich gewertet werden – aufzustellen. Mitunter gelingt es auch, das Nest des Räubers zu erkennen und den Zugang zu ihm zu verschließen. Damit wäre der Marder eines wichtigen Rückzugsortes entledigt. Dieses Vorgehen kann häufig bereits genügen, um den sensiblen Gast zu beleidigen und ihn zum Verlassen des Hauses oder der Garage zu bewegen.

Gerüche dienen der Abwehr
Der Marder lebt und handelt sehr geruchsorientiert. Er markiert seine Wege und wichtigen Stellen der Nahrungssuche. Werden diese durch den Hausbewohner aber mit einem Deospray oder einem milden Spülmittel beseitigt, werden viele instinktiv aufgesuchte Orte durch den Nager nicht mehr gefunden. In einem weiteren Schritt kann zur Vertreibung des Gastes ähnlich agiert werden. Befinden sich Haustiere in der Wohnung, so lassen sich kleinere Fellbüschel der Katze oder des Hundes sowie eine Feder des Kanarienvogels sehr gut nutzen, um sie an den neuralgischen Punkten des Streckennetzes auszulegen. Der Marder wird diese Duftnoten wahrnehmen und sich in Vermutung der vermeintlich anwesenden Feinde eine neue Bleibe suchen. Es lassen sich im Handel zwar speziell präparierte Mittel und Gerüche zur Abwehr solcher Arten finden. Doch ist der häufig teure Erwerb vielfach nicht nötig. Mit Hausmitteln und Artikeln zum kosmetischen Gebrauch stellt sich zumeist ebenso der Erfolg ein.

Der Schutz am Auto
Das größte Problem vieler Betroffener wird aber nicht alleine in der Anwesenheit oder den nächtlichen Geräuschen gesehen. Der Marder hat sich leider den Ruf erworben, Fahrzeuge und deren wichtige Bauteile zu zerstören. Wer diese Gefahr umgehen möchte, muss sich etwas Besonderes einfallen lassen. Hierbei hilft es aber bereits, ein Gittergeflecht oder Drahtrollen unter das Fahrzeug zu legen, um auf diese Weise den Zugang von unten in den Motorraum zu versperren. Hierbei sollte auf kleine Maschen des metallenen Schutzes geachtet werden. Durch sie darf das Tier nicht hindurchschlüpfen können. Doch Vorsicht, der Einsatz von Stacheldraht oder anderen zur Verletzung und Tötung kleinerer Arten fähigen Materialien ist nicht zulässig. Hier können durch den Arten- und den Jagdschutz empfindliche Strafen drohen. Es gilt, den Besucher lediglich zu vertreiben, statt ihn gänzlich unschädlich zu machen.

Der Marder mag keinen Krach
So sehr uns der pelzige Geselle in der Nacht auch mit seinen lautstarken Geräuschen belästigt, so wenig gefallen ihm diese selber. Speziell in der Garage kann in den akuten Phasen des Befalls also auch das Autoradio genutzt werden, um das sensible Gehör und damit das Nervenkostüm des Tieres zu stören. Eine weitere Möglichkeit liegt in der Nutzung von elektrischen Hilfsmitteln. Diese sind vielfach mit einer Schallschranke versehen und reagieren auf kleinste Bewegungen, die der Nager ausführt. Werden solche registriert, entfachen die Geräte akustische Töne oder verwenden sogar Lichtsignale, um dem Eindringling einen gehörigen Schrecken einzujagen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich natürlich allgemein und sollte daher nicht alleine auf die Garage beschränkt sein. Mit ein wenig Krawall und einer empfindlichen Duftkulisse dürfte sich jeder Marder vertreiben lassen – sein gutes Gedächtnis sorgt zudem dafür, dass er allzu schnell nicht zurückkommen wird.

Allgemeine Tipps
Vielfach ist es also nicht nötig, hartnäckige Wege zur Abwehr einzuschlagen. Es gilt lediglich, das Wohlbefinden des Tieres zu beeinträchtigen und ihm den Aufenthalt so gut wie möglich zu verderben. Der Betroffene sollte bei allen Maßnahmen aber auch auf den eigenen Schutz achten. Der direkte Kontakt mit dem Marder ist zu vermeiden, da Bissverletzungen schmerzhaft sind und vielfach zu Entzündungen führen. Zumindest das Tragen von Schutzhandschuhen wird daher empfohlen. Ebenso ist im Haus, der Garage sowie auf dem Grundstück für Ordnung zu sorgen. Jedes Chaos und der sich daraus ergebende Unterschlupf ziehen den Marder magisch an. Sauberkeit vertreibt ihn jedoch. Darüber hinaus muss je nach Bundesland geschaut werden, ob der Einsatz von Fallen zum Fangen des Räubers zulässig ist. Können diese genutzt werden, eignen sich stark riechende Köder wie Obst, Eier oder Käse, um den Gast anzulocken und ihn anschließend in die Freiheit zu entlassen. Denn so possierlich der Fellträger auch sein mag, kein Hausbewohner muss seine Anwesenheit dulden.

Verhaltensregeln nach einem Unfall

Grundsätzliches Verhalten nach Autounfällen

Ungefähr ein Viertel aller Unfallbeteiligten entfernt sich strafbar vom Unfallort: Geld- bzw. Freiheitsstrafe folgen womöglich. Eventuell verlieren diese Personen auch ihren Führerschein bzw. Versicherungsschutz. Beachten Beteiligte hingegen einige Regeln, vermeiden sie üble Konsequenzen für sich und andere.

Generelle Situation

Stets mehr zugelassene Fahrzeuge führen zu mehr Verkehrsunfällen. Zumindest vermeiden fortschreitende Kfz-Technologien zunehmend schwere Folgen von Unfällen. Allerdings besitzt bereits die hohe Zahl solcher Vorfälle ihre eigene Bedeutung. So meldet die Polizei beispielsweise allein im Großraum München jährlich etwa 50.000 Verkehrsunfälle. Die Dunkelziffer liegt dabei drastisch höher. In dieser Region Bayerns klären Ermittler Unfallfluchten im Kontext von Schwerverletzten zu mehr als 80 Prozent auf. Dort identifizieren Experten sogar jeden Flüchtigen bei Unfällen mit Todesfolge. Diese Quoten gelten zudem bereits seit Jahren.

Grundsätzliches Verhalten nach Unfällen

Nicht alle Betroffenen eines Unfalls halten sich bei seinem Eintritt vor Ort auf. Beispielsweise fehlt oft der Lenker geparkter Fahrzeuge bei deren Beschädigung. Schädiger unterliegen ihrer Pflicht zum Verbleiben am Unfallort, um auf Geschädigte zu warten. Die Wartezeit richtet sich dabei nach Zeit und Ort sowie geschätzter Schadenshöhe. Ein hinterlassener Zettel zur Identität des Schädigers schützt diesen also nicht bei dessen sofortiger Weiterfahrt.

Melden sich Geschädigte nicht innerhalb entsprechender Wartefristen, stehen ihnen sofortige Nachrichten vom Schädiger zu. Alternativ berichten Schädiger den Unfall umgehend der örtlichen Polizei. Dazu gehören neben dem Kennzeichen des geschädigten Fahrzeugs auch dessen Marke und Typ sowie Farbe. Zeit und Ort der Beschädigung komplettieren diese minimale Meldung.

Rechtslage

Einwandfreies Verhalten nach Unfällen regeln Strafgesetzbuch (StGB) und Straßenverkehrsordnung (StVO) gemeinsam. Verstöße gegen die StVO allein lassen sich mit Verwarnungs– oder Bußgeld ahnden. Diese Regeln greifen zum Beispiel beim Verlassen von Unfallorten ohne Hinterlassen von Informationen.

Bagatellschäden an geparkten Autos lassen sich gewöhnlich ohne Folgeprobleme innerhalb von 24 Stunden melden – das Strafgesetz wird dann meist nicht angewendet. Ohne Meldung hingegen muss die Polizei auch diese recht harmlose Unfallflucht wie jede Straftat anzeigen.

Vorbereitung auf Unfälle

Das geistige Durchspielen von Unfallszenarien festigt hilfreiche und schnelle Reaktionen im Ernstfall. Dazu gehört für jeden Beteiligten gewöhnlich das unbedingte Verbleiben am Unfallort. Zumindest lassen sich so alle Personalien festhalten. Seltene Ausnahmen erlauben beispielsweise sofortige Transporte schwer Verletzter.

Beteiligte verschaffen sich sofort ihren Überblick, um ihre erste Handlung zu bestimmen. Erlaubt der Zustand anderer Beteiligter deren verzögerte Behandlung, sichern handlungsfähige Beteiligte sofort die Unfallstelle. Speziell nachts auf vielbefahrenen Straßen erzwingt sich die direkte Absicherung. Allgemein benötigen schlecht sichtbare Unfallstellen ihre schnellstmögliche Sicherung. Generell teilen sich unmittelbar Beteiligte anfallende Arbeiten, wobei eventuell auch weitere Personen helfen.

Typische erste Schritte

Beteiligte Lenker bringen ihre Fahrzeuge zum Halten und schalten die Fahrzeugbeleuchtung ein. Bei Bagatellschäden räumen Fahrzeuge die Unfallstelle sofort. Andernfalls schalten beteiligte Lenker ihre Warnblinkanlage ein. Nach sicherndem Rundumblick steigen alle Insassen aus. Speziell halten Beteiligte dabei den Verkehr im Blick.

In Deutschland führen Lenker von Pkws und Lkws sowie Zug- und Sattelzugmaschinen als auch Kraftomnibussen per Gesetz eine Warnweste mit. Lenker legen diese Weste nach Möglichkeit vor dem Aussteigen an. Ohne höhere Priorität begeben sich Beteiligte sofort an sicherste Orte, ohne das Umfeld zu verlassen. An Autobahnen zählt das Areal hinter Schutzplanken zu diesen Stellen.

Auf Landstraßen stellen Lenker ihre Warndreiecke und womöglich Warnleuchten mindestens 100 Meter hinter dem hintersten Hindernis auf, etwa Fahrzeuge oder Personen. Auf Autobahnen gelten 200 Meter.

Erste Hilfe

Jeden Verkehrsteilnehmer verpflichtet das Strafrecht zur Ersten Hilfe nach bemerkten Unfällen. Speziell jeder Unfallbeteiligte leistet jede benötigte und zumutbare Hilfe. Im vorgeschriebenen Verbandskasten von Fahrzeugen finden sich dazu die besonders wichtigen Materialien. Potenziell gefährliche Verletzungen empfehlen sofortige Alarmierung von Notärzten nach der Ersten Hilfe. Diese Hilfe rettet auch abseits des Straßenverkehrs Leben. Deswegen erwerben umsichtige Menschen entsprechende Kenntnisse und frischen sie bisweilen auf.

Notrufe

Dem allgemeinen Notruf unter der Telefonnummer 110 melden Beteiligte ihren Namen sowie Standort wie Unfallort. Es folgen die Zahl Verletzter samt Beschreibung von Unfallfolgen und Verletzungen. Danach warten Anrufer auf Rückfragen bzw. Anweisungen der jeweiligen Leitstelle. Ohne mobile Kommunikationstechnik bleibt der Weg zur nächsten Notrufsäule. Auf Autobahnen wie Bundesstraßen zeigen Pfeile an Leitpfosten die Richtung.

Personalien

Unfallbeteiligte tauschen zumindest Namen und Anschrift sowie Versicherungsnamen und Versicherungsnummern aus. Dazu legen Beteiligte auf Verlangen ihren Führerschein sowie Fahrzeugschein vor. Gleiches gilt zu polizeilichen Kennzeichen aller beteiligten Fahrzeuge. Bei unvollständigen Versicherungsdaten hilft der Zentralruf der Autoversicherer (0180/25026) permanent gegen eine Gebühreneinheit. So erreichen Schadensmeldungen die Haftpflichtversicherungen von Unfallgegnern. Diese Versicherer kontaktieren dann oft ihre gegnerischen Beteiligten und beauftragen Kfz-Sachverständige.

Alle Beteiligten müssen per Strafrecht am Unfallort bleiben bis zum Austausch aller vorgeschriebenen Daten. Dazu zählen auch die Rolle aller Beteiligten. Besteht ein Beteiligter auf der polizeilichen Unfallaufnahme, müssen alle Beteiligten am Unfallort bleiben – bis zur polizeilichen Genehmigung des Entfernens.

Pflichten zum Warten und Melden

Ohne Unfallzeugen warten Beteiligte abhängig von Tageszeit und Ort sowie Schwere des Vorgangs mindestens 30 Minuten. Ohne Begegnungen dürfen sie dann bei Hinterlassung von Name sowie Anschrift die Unfallstelle verlassen. Treffen Beteiligte den Geschädigten nicht, begeben sie sich ohne Umweg und Verzögern zur nächsten Polizeidienststelle. Da melden sie den Unfall und alle Umstände. Dazu zählen Anschriften und Kennzeichen samt Standort eigener Fahrzeuge.

Unfälle mit Toten bzw. Verletzten oder erheblichem Sachschaden empfehlen den dringenden allgemeinen Notruf 110 bei der Polizei. Auch Alkohol bzw. Drogeneinfluss als Begleitumstand raten zum entsprechenden Anruf. Dieser erscheint auch zweckmäßig bei ungeklärter Schuldfrage. Weiterhin hilft die Polizei bei Beteiligung von Personen mit ausländischem Wohnsitz. Dies gilt ebenso bei Fahrzeugen mit ausländischer Zulassung. Deswegen notieren Beteiligte sowohl Namen wie Dienststellen eingreifender Beamter. So lassen sich später Informationen ermitteln.

Stammen Unfallverursacher aus EU-Staaten oder Norwegen, Island, der Schweiz oder Liechtenstein, wickeln Beauftragte des entsprechenden ausländischen Versicherers Schäden ab. Diese Experten haben ihren Sitz in Deutschland und kommunizieren auf Deutsch mit Beteiligten.

Sicherung von Beweisen

Ohne Eingreifen der Polizei sichern Beteiligte wesentliche Spuren selbst. Dazu zählen Namen und Adressen sowie Telefonnummern von Zeugen. Zu den Unfalldaten zählen Positionen von Fahrzeugecken sowie Radpositionen. Übersichtsfotos zur Unfallstelle aus diversen Richtungen bei erhöhter Aufnahmeposition helfen besonders.

Abknickende Bremsspuren und Glassplitter sowie abgebrochene Fahrzeugteile dokumentieren Unfallhistorien sehr gut. Auffälligkeiten lassen sich dabei mit Kreide markieren. Aufnahmen von Kfz-Schäden aus etlichen Positionen komplettieren Dokumentationen weiter. Dazu dienen auch bei ausreichender Beleuchtung Aufnahmen ohne und mit Blitzlicht. So stellen sich mehr Details dar.

Niemals vermeintliches Selbstverschulden vor Ort anerkennen

Pauschales Anerkennen eigener Schuld in mündlicher oder gar schriftlicher Form verbietet sich: Versicherten fehlt dazu das Recht ohne Einverständnis ihres Versicherers. Davon unabhängig spricht nichts gegen das Unterzeichnen von Unfallberichten. Diese Listen von Daten zu Fahrzeugen und Personen sagen nichts zur rechtlichen Schuld am Unfall aus. Gleiches gilt für Schadensberichte und Unfallskizzen.

Abschluss vor Ort

Beteiligte überzeugen sich von ihrem Recht auf das Verlassen der Unfallstelle. Nach Möglichkeit lassen Lenker ihre per Schock oder Verletzung eventuell eingeschränkte Fahrtüchtigkeit von Experten beurteilen. Dann klären Beteiligte die Verkehrssicherheit ihrer Fahrzeuge und säubern den Unfallort. Abschließend sind Warndreiecke und womöglich auch Warnleuchten einzusammeln. Im letzten Schritt fädeln sich Lenker mit besonderer Vorsicht in den Verkehr ein.

Abschluss der Unfallbehandlung mit Versicherern

Beteiligte Versicherte melden Unfälle ihrer Versicherung innerhalb von sieben Tagen. Ein Todesfall verkürzt diese Frist auf 48 Stunden.

Kfz-Gutachter erstellen ihre Bewertungen zu Unfällen sehr individuell. Gewöhnlich kontaktieren Gutachter die Lenker von Unfallfahrzeugen dazu persönlich. Bei Begutachtungen dokumentieren jene Experten die Kfz-Ausstattung wie auch alle Schäden am Fahrzeug. Dabei fertigen Gutachter alle benötigten Fotos an. Zugleich kalkulieren diese Sachverständigen die Schäden und schätzen Restwerte von Unfallautos ein.

Alles Wissenswerte über Autofolien

Autofolien: wirksame Alternative zur Lackierung

Autofolie fungiert als Schutz gegen Kratzer im Lack, ist günstiger als eine komplett neue Lackierung und kann – mit ein wenig Fantasie – auch einfach gut aussehen. Angebracht an Scheiben erzeugt Autoglasfolie außerdem eine hervorragende Tönung und damit einen Schutz gegen UV-Strahlung und Hitze. Wie flexibel diese Folien einsetzbar sind und welche Kosten sie verursachen, zeigt dieser Ratgeber.

Autofolie im Allgemeinen
Autofolie, welche direkt auf der Karosserie angebracht wird, ist die wohl bekannteste und verbreitetste Form dieser Folien. Das Verfahren ist im Vergleich zu einer kompletten Neulackierung der betroffenen Stelle günstiger, außerdem sind Folien hinsichtlich des Motivs natürlich wesentlich flexibler als ein vergleichsweise einfacher, einfarbiger Autolack.

• Wie wird Autofolie aufgetragen?
Das gewünschte Stück Folie wird nicht zuerst ausgeschnitten und dann aufgetragen. Stattdessen wird die betroffene Stelle zunächst von Staub, Schmutz, Fett und Feuchtigkeit befreit. Anschließend wird die Autofolie angelegt und dann mithilfe von speziellem Werkzeug direkt am Auto zugeschnitten. Die Herausforderung – welcher auch der Grund ist, warum diese Aufgabe Fachkräften überlassen werden sollte – besteht darin, den Lack beim Zuschneiden der Folie nicht zu beschädigen. Es ist nicht notwendig, der Autofolie eine gewisse „Eingewöhnungszeit“ einzuräumen. Direkt nach dem Prozess kann das Auto wieder gefahren werden.

• Wie teuer ist dieser Vorgang?
Einen pauschalen Preis gibt es für das Aufbringen von Autofolie nicht. Die meisten Fachwerkstätten rechnen nach der Anzahl der Quadratmeter an der Autokarosserie ab, dazu kommt dann noch einmal die Arbeitszeit in Stunden. Wie viel Geld auch immer investiert wird: Die Autofolie ist im direkten Vergleich zur kompletten Neulackierung garantiert günstiger, außerdem läuft der Prozess in der Regel wesentlich schneller ab als eine vergleichsweise zeitraubende Lackierung. Wenn es sich beispielsweise um ein Fahrzeug handelt, das aus beruflichen Gründen zwingend einsatzbereit sein muss, ist die Autofolie normalerweise die bessere Lösung.

Aus welchen Gründen wird Autofolie aufgetragen?
Autofolie ist sehr flexibel einsetzbar, weshalb es auch zahlreiche unterschiedliche Einsatzzwecke gibt. Die folgenden Punkte sprechen für den Einsatz von Autofolie:

• Schutz der Karosserie
Schutzfolie an der Karosserie hat eine schützende Wirkung, wodurch Kratzer an der Karosserie deutlich seltener auftreten. Beispielsweise könnte der Autoschlüssel in einem Moment der Unachtsamkeit an der Karosserie entlangschleifen, wodurch direkt ein Kratzer entstehen würde. Auch kleine Steinchen auf dem Asphalt oder Feldwegen sowie Kratzer durch Fußgänger sowie Rad- und andere Autofahrer sind denkbar. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Kratzer im Lack entstehen könnten. Durch eine Schutzfolie wird dies vermieden: Zwar sind auch diese Folien nicht immun gegen Schäden, aber eine einfache Folie auszutauschen ist wesentlich günstiger als die bereits erwähnte Neulackierung.

Dadurch spielt Auto- beziehungsweise Schutzfolie auch langfristig eine zentrale Rolle: Autos mit einem Makel im Lack erzielen deutlich niedrigere Preise bei einem eventuellen Wiederverkauf. Eine Neulackierung für Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro kommt jedoch ebenfalls nicht in Frage, wenn das Auto ohnehin nur weiterverkauft werden soll. Eine Schutzfolie erhöht – trotz der anfänglichen Investition – also dauerhaft den Wert des Autos, sodass sich die Folie letztendlich selbst bezahlt (sofern der Weiterverkauf geplant ist).

• Individualität
Eine Folie kann theoretisch jedes erdenkliche Motiv tragen. Es spricht nichts dagegen, komplexe Grafiken auf der Folie darzustellen und diese an die Karosserie anzubringen. Die ein- bis maximal zweifarbigen Lackierungen, welche auf den deutschen Straßen zum Alltag gehören, können durch Autofolien in visuell ansprechender Weise ersetzt werden. Sofern die Motive nicht gegen geltende Gesetze verstoßen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

• Einfacher Wechsel
Ebenso wie eine neue Lackierung muss der Wechsel der Karosseriefarbe (oder auch nur einzelner Elemente) nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Das heißt, dass es sich auch um eine sehr spontane Laune handeln kann, ohne dass Papierkram oder andere Steine im Weg das Auftragen einer Autofolie verhindern würden.

Werbung durch Autofolie
Gerade für Unternehmen sowie kleine Betriebe oder auch Selbstständige kann Autofolie ein sehr attraktives Mittel sein, um die eigenen Dienstleistungen oder Produkte zu bewerben. Wer beispielsweise in erster Linie regional tätig ist, kann Autofolie mit vielleicht einer Telefonnummer und einem Namen sowie einem Angebot der Dienstleistungen verwenden, um schnell einem breiten Publikum bekannt zu werden. Diese Folie lässt sich selbstverständlich auch auf die Seiten- oder Heckscheiben auftragen, sodass die Karosserie unangetastet bleibt. Dadurch kann Autofolie auch für eine spontane, möglicherweise zeitlich begrenzte Werbeaktion genutzt werden, da sie von Glasscheiben einfacher entfernt werden kann als von der Karosserie.

Hochwertige Autofolie ist außerdem wetterbeständig und kann bis zu sechs Jahre haften, bevor erste Ermüdungserscheinungen auftreten. Es spricht also nichts dagegen, das Fahrzeug in einer heißen Mittagssonne, im strömenden Regen oder bei Minustemperaturen und Schnee unter freiem Himmel zu parken. Der Werbeeffekt bleibt erhalten, die Autofolie muss nur nach vielen Jahren möglicherweise ersetzt werden. Diese Vorteile gelten selbstverständlich auch abseits der Werbung: Auch private Käufer und Anwender von Autofolie profitieren von dieser hohen Wetterbeständigkeit.

Sichere Lösung für Leasing-Fahrzeuge
Autos, welche über mehrere Jahre über Leasing-Verträge abbezahlt werden müssen, können durch Autofolien optisch neu gestaltet werden, ohne eine komplette (und aufgrund der Leasing-Konditionen möglicherweise riskante) Lackierung in Auftrag zu geben. Weiterhin ist auch die Entfernung der Folie möglich, sodass der Ursprungszustand des Fahrzeugs wiederhergestellt werden kann. Zwar ist dieser Prozess ebenfalls nicht umsonst zu haben, doch wieder einmal gilt, dass die Kosten für diese Restaurierung günstiger sind als eine komplett neue Lackierung.

Beständigkeit der Autofolien
Ob es sich um Autofolien für eine Glastönung oder die komplette Karosserie handelt, ist nebensächlich: Neben den beschriebenen Wetterumständen sind diese Folien auch gegen „unsichtbare“ Gefahren wie UV-Strahlung immun, sodass beispielsweise keine Vergilbung stattfindet. Auch Falten innerhalb der Folie sind Märchen, welche insbesondere durch eine unsachgemäße Behandlung der Folie entstanden sind. Moderne Folien jeglicher Art, welche von einem professionellen Dienstleister aufgetragen werden, sollten für 99 % der Autokäufer nicht als solche zu erkennen sein. Wird ein Passant beispielsweise nicht explizit darauf hingewiesen, dass es sich um Folie handelt, wird dieser den Unterschied zu einer gewöhnlichen Lackierung nicht bemerken (sofern es sich nicht um extravagante Motive handelt).

Weiterhin widerstehen diese Folien auch den Bedingungen innerhalb von Waschanlagen. Hochdruckreiniger, Wachs und Chemikalien beispielsweise ziehen hochwertige Folien in der Regel nicht in Mitleidenschaft. Niemand sollte sein Auto daher im Anschluss an das Auftragen der Folien vorsichtig behandeln, denn es ist schlichtweg nicht notwendig. Ein wenig Arbeit tritt möglicherweise jedoch am Ende der Lebenszeit der Folie zutage: Der sehr starke Kleber, welcher für die bislang genannten positiven Eigenschaften der Autofolie verantwortlich ist, verbleibt möglicherweise auf der Karosserie. Mit einfachen Reinigungsmitteln lässt sich dieser zwar entfernen, ein wenig Arbeit ist jedoch notwendig.

Alternative zur Tönung: Autoglasfolien
Falls ein Auto ab Werk nicht über eine Tönung der Scheiben verfügt und dieser Effekt aber gewünscht ist, sind Autoglasfolien eine Lösung: Diese Tönungsfolien können in unterschiedlichen Ausführungen erworben werden und erfüllen unter anderem die folgenden Einsatzzwecke:

• UV-Schutz
Hochwertige Tönungsfolie kann einen UV-Schutz von bis zu 99 % erreichen. Eine hohe UV-Belastung von beispielsweise Allergikern wird dadurch vermieden, außerdem ist es auch für gesunde Menschen eine sinnvolle Entscheidung, dieser Strahlung in zu hoher Dosierung aus dem Weg zu gehen.

• Hitzeschutz
Autoglasfolien können mit Aluminium oder anderen Materialien bedampft werden. Diese Technik kommt auch in den eigenen vier Wänden an Fensterscheiben zum Einsatz, um im Sommer wesentlich weniger Hitze in die Innenräume zu lassen. An Autoscheiben reflektieren diese Tönungsfolien den Wärme- und Lichtanteil der Sonneneinwirkung, sodass es am Ende auch bei hohen Außentemperaturen relativ kühl innerhalb des Fahrzeugs bleibt. Als Nebeneffekt wird der Innenraum des Autos in Abhängigkeit der Stärke der Tönung abgedunkelt.

• Privatsphäre
Durch die erwähnte Abdunkelung innerhalb des Fahrzeugs kann auch ein hohes Maß an Privatsphäre erhalten bleiben. Wahlweise kann eine Autoglasfolie das Licht von außen spiegeln oder die Scheiben beinahe komplett lichtundurchlässig machen. Wer nicht gerne neugierigen Blicken ausgesetzt ist, macht mit dieser hochwertigen Tönung nichts falsch.

• Unfallschutz
Autoglasfolien werden passgenau auf die jeweiligen Scheiben des Fahrzeugs angebracht, dabei kommt – ähnlich wie bei Folie für die Karosserie – ein starker Klebstoff zum Einsatz. Sollte das Glas beispielsweise bei einem Unfall splittern, bleiben die Bruchstücke an der Folie haften und fliegen nicht unkontrolliert durch den Innenraum. Dadurch werden Verletzungen oder möglicherweise noch schlimmere Folgen vermieden. Analog dazu ist es auch schwieriger, eine solche Scheibe einzuschlagen, wodurch eine (leichte) Diebstahlsicherung ebenfalls gegeben ist.

Einfache Montage
Im Gegensatz zur Montage von Karosseriefolie kann Autoglasfolie auch in Eigenregie aufgetragen werden. Zu populären Automodellen existieren passgenaue Varianten, universal einsatzbereite Tönungsfolien sind aber ebenso erhältlich. Diese müssen zugeschnitten werden, aber dadurch sind sie garantiert mit allen Automodellen kompatibel. Wer beim Aufbringen genug Vorsicht walten lässt, erzielt ein erstklassiges Ergebnis, das sich vor professioneller Arbeit nicht verstecken muss. Diese Glasfolien sind wesentlich günstiger als beispielweise eine nachträgliche, „echte“ Tönung im Werk. Außerdem können sie ohne Rückstände entfernt werden und sind gegen einen Ausflug in die Waschanlage geschützt.

Ebenso wie bei den normalen Autofolien können Glasfolien ebenfalls mit unterschiedlichen Motiven ausgestattet werden. So wären vielleicht kindgerechte Motive für die seitlichen Scheiben der hinteren Sitze denkbar, um den Nachwuchs während der Fahrt zu unterhalten und gleichzeitig einen wirksamen UV- und Hitzeschutz zu realisieren. Möglich sind auch in diesem Bereich alle Motive, welche nicht gegen das Recht verstoßen und die andere Autofahrer (vielleicht durch eine spiegelnde Oberfläche) nicht gefährden. Auch abseits des eigentlichen Einsatzzwecks, also dem Schutz gegen die Sonne, sind diese Glasfolien als sehr resistent zu betrachten, sodass kalte Temperaturen, Regen, Hagel und Schnee keine Probleme verursachen sollten.

Die richtige Autopflege

Tipps zur Autopflege

Ein gut gepflegtes Auto ist nicht nur eine Frage der Eitelkeit des Besitzers. Denn wer sein Auto gründlich und regelmäßig pflegt, macht nicht nur einen guten Eindruck, sondern trägt auch maßgeblich zum Werterhalt und zu einer langen Lebensdauer des Fahrzeugs bei. Das gilt in erster Linie für das Äußere des Wagens. Denn Vogelkot, Harz von Bäumen und vor allem Streusalz setzen dem Auto zu und können den Wert des Fahrzeugs beträchtlich mindern.

Wie häufig ist die Autopflege notwendig?

Wie oft die gründliche Autopflege erforderlich ist, hängt in erster Linie von der Fahrleistung ab. Während Vielfahrer um den wöchentlichen Besuch in der Autowaschanlage fast nicht herumkommen, reicht bei „Otto Normalfahrer“ die Autowäsche im monatlichen oder zweimonatigen Turnus durchaus aus. Vor allem, wenn es sich um ein sogenanntes Garagenauto handelt, das größtenteils in einem geschützten Unterstand geparkt ist.

Im Herbst und im Frühling, wenn jeweils die Umrüstung auf den Sommer- und Winterbetrieb erfolgt, sollte der Autohalter aber in jedem Fall für eine gründliche Reinigung sorgen. Dabei sollten auch die Sitze und Scheiben gründlich gereinigt werden, weil sich dann der Aufwand während des gesamten Jahres in einem überschaubaren Rahmen bewegt.

Wenn das Auto nur geleast ist

Besonders gründlich sollte die Autopflege ausfallen, wenn es sich um ein Leasingfahrzeug handelt, das in absehbarer Zeit an den Händler zurückgegeben werden muss. Der Grund: Ein ungepflegtes Auto kostet den Halter in diesem Fall bares Geld, weil die Werkstatt das Fahrzeug mit erheblichem Aufwand wieder in einen Zustand versetzen muss, der nahezu dem eines Neuwagens entspricht. In diesem Fall wird der Leasingpartner also auch für Kratzer oder kleine Beulen zur Kasse gebeten. Diese Reparaturen können mit etwas Geschick und dem passenden Werkzeug selbst relativ einfach bewerkstelligt werden.

Die Außenreinigung

Grundsätzlich sollte das Auto zunächst von außen gereinigt werden, bevor der Besitzer mit der Innenreinigung beginnt. Dadurch lässt sich vermeiden, dass beim Öffnen der Türen erneut Schmutz eindringt. Vor dem Besuch in der Waschanlage scheuen sich so manche Autohalter, weil sie befürchten, dass die Bürsten den Lack zerkratzen könnten. Diese Befürchtung ist allerdings meist unbegründet. Zudem ist es nicht überall erlaubt, das Fahrzeug von Hand zu waschen. Weil eine bundesweit einheitliche Regelung fehlt, sollten Autohalter sicherheitshalber in ihrer Kommune nachfragen, ob dies erlaubt ist.

Autowäsche per Hand: Das ist zu beachten

Selbst wenn die Autowäsche von Hand grundsätzlich erlaubt ist, darf die Autopflege nicht auf einer unbefestigten Fläche, also nicht auf einer Rasenfläche oder einem Kiesboden, erfolgen. Hier ist nämlich das Risiko zu groß, dass mit dem Wasser schädliche Stoffe ins Grundwasser gelangen könnten. Die Autowäsche sollte also besser auf einem asphaltierten oder steinernen Untergrund erfolgen. Zudem sollte der Fahrzeughalter einen Ort wählen, an dem gewährleistet ist, dass Reinigungsmittel und Wasser in die Kanalisation abfließen können, wo eine fachgerechte Aufbereitung erfolgt.

Darum ist die Vorreinigung wichtig

Wer sein Auto hingegen lieber in der Waschanlage reinigen lässt, sollte es auf jeden Fall vorreinigen. Das gilt insbesondere für die erste große „Wäsche“ nach dem Winter. Denn sowohl Salzreste als auch Schmutz setzen sich gern an schwer zugänglichen Stellen – dazu gehören Radkästen und der Unterboden – fest und werden in der Waschanlage womöglich nicht komplett entfernt. Dieser Schmutz wird am besten mit einem Hochdruckreiniger entfernt, der an vielen Tankstellen und an jeder Waschanlage zur Verfügung steht. Bei der Reinigung muss der Autobesitzer aber darauf achten, dass der harte Strahl des Hochdruckreinigers nicht direkt auf die Reifen trifft. Diese können unter Umständen dadurch beschädigt werden.

Die richtige Waschanlage finden

Die weit verbreitete Meinung, dass die Bürsten in der Waschanlage den Lack zerkratzen könnten, ist unberechtigt. Zwar können Kratzer entstehen, dabei handelt es sich aber lediglich um sehr oberflächliche Lackschäden, die sich ganz einfach mit einer Autopolitur beheben lassen. Derartige Kratzer lassen sich allerdings ohnehin nicht ausschließen, sobald ein Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt wird. Im Zweifelsfall – etwa wenn es sich um einen Neuwagen oder um ein Leasingfahrzeug handelt – sollte sich der Autofahrer für eine Waschanlage entscheiden, die mit Bürsten aus Textil oder Schaumstoff arbeitet. Diese gelten als schonender für den Lack als konventionelle Bürsten.

Für welches Waschprogramm sich der Autofahrer entscheiden sollte, hängt vom Grad der Verschmutzung ab. Üblicherweise und bei regelmäßiger Autopflege reicht ein Kombiprogramm mit zweimal waschen und zweimal trocknen, in dem auch die Radwäsche enthalten ist. Sofern eine gründliche Vorreinigung erfolgt ist, kann sich der Autofahrer das Programm mit Unterbodenwäsche sparen. Dies ist lediglich im Winter notwendig. Grundsätzlich gilt: Lieber öfter einmal in die Waschanlage fahren und ein billiges Programm wählen als das Auto seltener mit einem teuren Programm pflegen. Auch auf die anschließende Nanoversiegelung kann getrost verzichtet werden, da die Autopolitur von Hand wesentlich langlebiger ist.

Die Pflege des Innenraums

Sofern das Auto keine Ledersitze hat, braucht der Besitzer im Grunde nur einen Staubsauger, einen Eimer mit warmem Wasser, ein Reinigungsmittel, ein Microfasertuch sowie einen weichen Putzlappen. Nachdem der Innenraum gründlich gesaugt wurde, beginnt die Reinigung mit Lappen und Wasser. Allerdings muss der Besitzer des Autos darauf achten, dass der Lappen lediglich feucht und nicht triefend nass ist. Denn zu viel Feuchtigkeit nimmt nicht nur die Elektronik in den Armaturen, sondern auch der Bezug der Sitze übel.

Der Fahrzeughimmel hingegen sollte – wenn überhaupt – nur mit einem speziellen Reinigungsmittel, keinesfalls aber mit Wasser gereinigt werden. Denn sowohl die Verklebung als auch der Unterbau können bei zu viel Feuchtigkeit Schaden nehmen. Im Extremfall kann es sogar zur Schimmelbildung kommen. Besser ist es allerdings, den Fahrzeughimmel vom Fachmann reinigen zu lassen, um einen möglichen Schaden zu vermeiden.

Auch zahlreiche Hausmittel können für die Reinigung des Innenraums genutzt werden. Kleine Flecken beispielsweise lassen sich ganz einfach mit Shampoo entfernen. Dazu muss lediglich etwas Flüssigkeit aufgetragen und aufgeschäumt und die schmutzige Stelle anschließend abgerieben werden. Sobald die Feuchtigkeit getrocknet ist, ist auch der Fleck üblicherweise verschwunden. Unangenehme Gerüche, etwa weil im Auto einmal geraucht wurde, lassen sich mit einem kleinen Schälchen Kaffee, das im Innenraum abgestellt wird, relativ einfach beseitigen.

So werden Ledersitze richtig gereinigt

Viele Autofahrer schätzen den edlen Look, den Ledersitze dem Fahrzeug bescheren. Allerdings handelt es sich bei Leder um ein sehr sensibles Produkt, das sorgfältig gepflegt sein will. Hierfür reichen Geschirrspülmittel, ein Frotteetuch und ein spezielles Pflegemittel wie Ledermilch.

Ist das Leder der Sitze nicht allzu stark verschmutzt, reicht es meist völlig aus, wenn der Besitzer mit einem feuchten Frotteetuch über das Leder wischt, wobei er nur leichten Druck ausübt. Bei stärkeren Verschmutzungen reicht etwas Geschirrspülmittel im Wasser völlig aus. Gegebenenfalls muss dieser Vorgang nach dem Trocknen mehrfach wiederholt werden, damit der Fleck auch wirklich verschwindet. Keinesfalls darf der Besitzer an einer Stelle kräftig reiben. Hier ist nämlich die Gefahr zu groß, dass Lederfarbe abgerieben wird.

Sobald die Sitze gereinigt und getrocknet sind, wird die Ledermilch gemäß Anleitung einfach mit einem Schwamm oder einem Frotteelappen auf das Leder aufgetragen. Durch dieses Pflegeprodukt behält das Leder seine Geschmeidigkeit und die Farbe bleibt bestmöglich erhalten.

So werden die Scheiben gereinigt

Die Reinigung der Scheiben ist vor allem beim großen Frühjahrsputz wichtig. Denn während der Wintermonate hat sich – bedingt durch den Einsatz von Gebläse und Heizung – ein trüber Belag auf den Innenseiten der Fenster gebildet. Dieser lässt sich jedoch mit einem Glasreiniger schnell und einfach beseitigen. Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Spiegel und die Scheinwerfer geputzt werden. Auch hierfür eignet sich Glasreiniger bestens.

Wenn der Lack beschädigt ist

Bei der gründlichen Autopflege bleibt es oft nicht aus, dass der eine oder andere kleine Schaden am Lack entdeckt wird. Während sich oberflächliche Kratzer mit einer guten Autopolitur einfach wegpolieren lassen, ist der Aufwand bei tiefer gehenden Kratzern und Beulen erheblich größer. In diesem Fall muss die Stelle zunächst mit Schleifpapier aufgeschliffen werden. Anschließend wird eine Grundierung aufgetragen, auf die schließlich Lack und Klarlack folgen. Den farblich passenden Lack zu finden, ist das kleinere Problem. Hierfür muss der Besitzer lediglich den Servicecode aus dem Serviceheft heraussuchen und bestellen. Schwierig wird dies nur, wenn es sich um Sonderfarben handelt, denn alle gängigen Farben werden als fertige Pigmentmischungen angeboten.

Auch das Ausbeulen ist – zumindest theoretisch – relativ einfach. Denn die Beule lässt sich mit einem geringen Gegendruck beseitigen. Allerdings ist es oft notwendig, einzelne Bauteile zu entfernen, um überhaupt Zugang zur betreffenden Stelle zu bekommen. Weil es meist an dem passenden Werkzeug und ausreichendem Platz fehlt, sollte diese Arbeiten ebenso wie die Beseitigung von tieferen Kratzern besser von einem Fachmann übernommen werden.

So klappt der Reifenwechsel

Reifenwechsel und Reifenmontage gehören zu den Tätigkeiten bei der Autopflege, die nahezu jeder Autobesitzer selbst erledigen kann. Viele lassen dies aus einem simplen Grund aber lieber vom Profi erledigen: Ihnen fehlt der ausreichende und vor allem geeignete Platz, um die Reifen fachgerecht zu lagern. So müssen Reifen auf Felgen entweder einzeln an speziellen Wandhaken aufgehängt oder übereinander liegend an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort gelagert werden. Reifen ohne Felgen hingegen müssen senkrecht stehend gelagert werden, wobei sie regelmäßig um etwa ein Viertel des Radumfangs gedreht werden müssen.

Für das eigentliche Wechseln der Reifen benötigt der Besitzer lediglich einen Wagenheber, ein Radkreuz oder einen passenden Schraubenschlüssel. Wo der Wagenheber angesetzt werden muss und die einzelnen Schritte des Reifenwechsels werden in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs erläutert. Wichtig: Vor dem Abmontieren muss die Laufrichtung markiert werden, was die Montage in der nächsten Saison erleichtert.